Mein Stadtteiltag: Besuch des Jugendtreffs „Sunshine Inn“ in der Weißen Siedlung

Nachmittags habe ich mit Sigrid Klebba, Berliner Staatssekretärin für Jugend und Familie, den Jugendtreff „Sunshine Inn“ in der Weißen Siedlung besucht. Der Leiter Ralf Gilb hat uns mit seinem Team das Konzept der mobilen Jugendarbeit von „Outreach“ und die Angebote des Jugendtreffs vorgestellt. Die Sozialarbeiter sind durch die Verzahnung von fester Sozialarbeit im Jugendtreff in der Siedlung verankert und durch Streetwork im Quartier unterwegs, um die Jugendlichen da abzuholen, wo sie sind.

Einige der Sozialarbeiter sind in der Siedlung aufgewachsen und engagieren sich im Quartiersrat. Sie stehen im engen Austausch mit den Schulen, die die Jugendlichen besuchen – und sind eigentlich „Familienhelfer“: Bei der Jugendarbeit führt kein Weg daran vorbei, auch die Eltern ins Boot zu holen. Im Jugendtreff, der 2007 eröffnet wurde, gibt es Graffiti-, Koch- und Freestyle-Workshops. Sehr beliebt ist das eigene Tonstudio, in dem die Jugendlichen lernen können, wie man Texte schreibt, Songs komponiert und Videoclips produziert. Gerne besucht werden auch die StreetDance-Workshops.

Ein weiteres tolles Projekt ist „Jobshop“, bei dem Jugendliche bei der Berufsorientierung und der Suche nach einem Praktikum, Ausbildungsplatz oder Job unterstützt werden. Das ist wichtig, weil in sozialen Brennpunkten Schüler häufiger die Schule schwänzen. Wer schwänzt, verpasst leicht den Anschluss. Deswegen machen Schüler in Brennpunkt-Kiezen seltener das Abitur, brechen dafür häufiger die Schule ohne Abschluss ab. Auch deshalb habe ich dafür gearbeitet, dass das Brennpunktschulen-Programm auf den Weg gebracht wurde.

Hier eine kleine Kostprobe – selbst getextet, produziert und gedreht: