Mein Stadtteiltag: Gespräch mit der Britzer Initiative „Hufeisern gegen Rechts“

Am Abend habe ich mich gemeinsam mit Wolfgang Hecht, SPD-Mitglied der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung, mit der Anwohner-Initiative „Hufeisern gegen Rechts“ in der Hufeisensiedlung ausgetauscht. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Gesprächs standen die Förderung des Engagement gegen Rechtsextremismus durch das Land Berlin, leider immer noch fehlende Sensibilität der Polizei gegenüber Opfern rechtsextremer Straftaten und Unterstützung der Initiative bei ihrem Einsatz gegen Rechts, zum Beispiel auf Veranstaltungen und durch den Austausch mit anderen Initiativen.

„Hufeisern gegen Rechts“ wurde am Montag gemeinsam mit der Anwohnerin Christiane Schott mit dem „Band für Mut und Verständigung“ ausgezeichnet, weil sie sich durch ihr Engagement gegen Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz hervorgetan haben. Sie stehen für Zivilcourage und machen durch ihr Vorbild Mut. Andere können sich von ihrem Einsatz für unsere Demokratie eine Scheibe abschneiden. Mehrere rechte Übergriffe – z.B. die zwei Brandanschläge auf das Anton-Schmaus-Haus der Neuköllner Falkenhaben die Hufeisensiedlung in Britz verändert: Die Anwohner rückten zusammen und gründeten im Jahr 2012 die Initiative „Hufeisern gegen Rechts“.

Sie haben sich bewusst dazu entschieden, sich gemeinsam zur Wehr zu setzen und beteiligen sich seit dem an Protesten gegen öffentliche Veranstaltungen und Kundgebungen der NPD in Neukölln. Außerdem setzt sich die Initiative für mehr Toleranz gegenüber den Flüchtlingen ein, die in die Sammelunterkunft an der Neuen Späthstraße eingezogen sind, unterstützte die Flüchtlinge mit einer Kleider-Spende und die Schulen mit Vorbereitungs-Tagen für Lehrer, Eltern und Kinder. Am 5. Juli organisiert „Hufeisern gegen Rechts“ gemeinsam mit dem Bündnis Neukölln, der Evangelischen Jugend Neukölln, dem VfB Concordia Britz und Bewohnern der Flüchtlings-Unterkunft ein Sommerfest und Fußballturnier.