Mein Vorschlag für die Auszeichnung mit dem „Band für Mut und Verständigung“

Für die 21. Auszeichnung mit dem „Band für Mut und Verständigung“ des „Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit“ habe ich Christiane Schott, Anwohnerin in der Neuköllner Hufeisensiedlung, und die ehrenamtliche Britzer Bürgerinitiative „Hufeisern gegen Rechts“ vorgeschlagen. Gemeinsam leisten sie einen beispielhaften Beitrag zum Engagement gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Intoleranz und Rechtsextremismus. Sie stehen für Zivilcourage und Mut machen.

Christiane Schott und ihre Familie wird seit August 2011 von Neonazis malträtiert, weil sie mehrfach die Annahme von Informationsmaterial der NPD verweigerte und sich mutig gegen antisemitische Sprüche und Nazi-Symbole zur Wehr setzte. Schon mehrfach wurden Pflastersteine in die Fenster ihres Wohnhauses geworfen und der Briefkasten in die Luft gesprengt.

Diese und weitere rechte Übergriffe – z.B. die zwei Brandanschläge auf das Anton-Schmaus-Haus der Neuköllner Falkenhaben die Hufeisensiedlung in Britz verändert: Die Anwohnerinnen und Anwohner rückten zusammen und gründeten im Jahr 2012 die Bürgerinitiative „Hufeisern gegen Rechts“. Die Anwohnerinnen und Anwohner haben sich bewusst dazu entschieden, sich gemeinsam zur Wehr zu setzen.

Die Initiative beteiligt sich seit dem an Protesten gegen öffentliche Veranstaltungen und Kundgebungen der NPD in Neukölln und entfernt konsequent NPD-Propaganda aus unserem Straßenbild. Außerdem setzt sie sich gegen Ausländerfeindlichkeit und für die Toleranz gegenüber den Flüchtlingen ein, die im März in die Sammelunterkunft an der Späthstraße einziehen werden. Sie trägt dazu bei, Vorurteile gegenüber Flüchtlingen abzubauen und macht sich für ein solidarisches und tolerantes Zusammenleben stark.