Müll, Müll, Sondermüll: Wir müssen an die Müllsünder ran

Die Anzahl der illegalen Müllhaufen in Neukölln und ganz Berlin hat gefühlt zugenommen. Unser Bezirk ist mit 800 Tonnen Sperrmüll, die letztes Jahr von der BSR eingesammelt wurden, trauriger Spitzenreiter. Jeder weiß, dass es nicht erlaubt ist, seinen Sperrmüll auf der Straße zu entsorgen. Trotzdem machen das viele. Wir brauchen ein Verantwortungsbewusstsein, keine „ist mir egal, irgendjemand kümmert sich schon“-Mentalität. Weil die Ermittlung von Müllsündern Detektivarbeit ist, sollte die BSR das übernehmen. So wie in Hamburg.

Hierfür sind eigentlich die Ordnungsämter der Bezirke zuständig, bei ihnen laufen auch Meldungen über das Online-Ordnungsamt auf, die auch auf meine Initiative eingerichtet wurden. Die Ordnungsämter haben häufig keine Zeit, die Müllsünder zu ermitteln, weil sie viele andere Aufgaben haben. Wieso ist es wichtig jeden Versuch zu unternehmen, die Müllsünder zu finden? Weil es die BSR jedes Jahr fünf Millionen Euro kostet, illegalen Müll von Berlins Straßen zu beseitigen. Das geht auf Kosten von uns Gebühren- und Steuerzahlern. Dabei gibt es gute Alternativen: Die BSR kommt nach Hause, um Sperrmüll für 50 Euro abzuholen. Oder man bringt seinen Sperrmüll zu einem kostenlosen Recyclinghof, zum Beispiel in der Gradestraße.

Verwarngeld und Bußgeld sind häufig ein Witz im Vergleich zu den Kosten, die entstehen, wenn die BSR ausrücken muss, um illegale Müllhaufen zu beseitigen. Was außerdem Sinn macht: Eine mehrsprachige Info-Kampagne und die BSR sollte für die Reinigung aller Parkanlagen zuständig sein, nicht die Bezirke.

BILD – SPD-Politiker fordert Müll-Polizei, 04.04.2016
B.Z. – Tatort Mittelbuschweg: Können Müll-Detektive das Problem lösen?, 04.04.2016