Neukölln führt Wachschutz an Schulen wieder ein

Wir Abgeordnete haben uns dafür stark gemacht, dass die Bezirke 50 Millionen Euro mehr bekommen. Neukölln wird von seinem Anteil unter anderem den Wachschutz an Schulen wieder einführen: bis Ende 2013 stellt unser Bezirk eine Millionen Euro zur Verfügung, um den Wachschutz an 11 von 66 Schulen zu bezahlen. Nach den Herbstferien werden Sicherheitskräfte an den Eingangstoren stehen, die dafür sorgen, dass keine Schulfremden in die Schule kommen können.

In den letzten vier Jahren konnten 400 Störfälle verhindert werden. Der Wachschutz musste Ende 2011 eingestellt werden, weil ihn unser Bezirk nicht mehr finanzieren konnte. Prompt gab es mehr Schulfremde, Störungen und Vandalismus. Wir wollen aber keine Schläger und Junkies in unseren Schulen haben. Die neuen Wachschützer sollen daher u.a. Eingangskontrollen und zwei Mal täglich Hofrundgänge durchführen.

Die anderen 55 Neuköllner Schulen haben Wachschutz an ihren Standorten nicht für zwingend erforderlich gehalten und nutzen durch verstärkte Lehrer- und Hausmeisteraufsichten andere Sicherungsmßnahmen – etwa mit verbesserter Außenbeleuchtung oder durch besondere Sicherungen an Schultoren. Der Wachschutz ist nur eine Methode von mehreren, damit der Schulbetrieb ungestört bleibt.

Es ist kein rein Neuköllner Phänomen. Auch in anderen Bezirken werden Störfälle von Fremden in die Schulen getragen. Es müssen schulindividuelle Sicherungslösungen gefunden werden. Hier sehe ich auch das Land Berlin in der Mitverantwortung, um ein Lernen in gewaltfreiem Raum gewährleisten zu können. Ich werde das Thema in der nächsten Zeit im Abgeordnetenhaus mit meinen Neuköllner SPD- und Bildungs-Kollegen voran bringen.