Neuköllner SPD demonstriert gegen NPD im Bezirk

Die Berliner NPD hat heute ihren Landesparteitag im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt „veranstaltet“. Da die NPD (noch) eine zugelassene Partei ist, musste das Neuköllner Bezirksamt ihrem Antrag auf Raumnutzung stattgeben. Die Neuköllner SPD unterbrach ihren Parteitag in der Otto-Hahn-Schule, um geschlossen in die Gropiusstadt zu fahren und mit vielen anderen Demokraten gegen die Rechtsextremen zu demonstrieren. Ehrensache! Kein Fußbreit den Nazis!

Mein Kollege Erol Özkaraca und ich sind mit weiteren Demokraten in den Versammlungsraum rein (der Parteitag war eine öffentliche Veranstaltung), um uns ein Bild von den rund 40 Schwachköpfen zu machen und die Nazis ein wenig zu ärgern. Die NPD-Ordner waren äußerst gereizt und versuchten immer wieder Zwischenrufe zu verhindern – zum Teil mit Beleidigungen und körperlichen Tätlichkeiten. Mich hat erstens die aggressive Stimmung der Nazis erschreckt – und zweitens, dass unter den „Parteitag-Teilnehmer“ Leute dabei waren, denen ich auf der Straße niemals angesehen hätte, dass sie Faschisten zujubeln.

Als Redner war auch der NPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, dabei. Ich habe noch nie so viel dummes Zeug und Hetze aus dem Mund eines Menschen gehört. Die NPD gehört endlich verboten und die Nazis abgeschnitten von staatlicher Parteienfinanzierung! Die SPD- und Grüne-geführten Bundesländer haben kürzlich im Bundesrat den NPD-Verbotsantrag beim Bundesverfassungsgericht beschlossen. Außerdem müssen wir weiter Aufklärungsarbeit gegen Rechtsextremismus unterstützen und uns mit Opfern rechter Gewalt solidarisieren!