Neuköllner SPD wählt Fritz Felgentreu zum Bundestagskandidaten

Die Neuköllner SPD hat auf ihrem heutigen Parteitag ihren langjährigen Vorsitzenden Fritz Felgentreu (44, Lehrer) zum Bundestagskandidaten gewählt. Felgentreu will seinen Schwerpunkt auf eine Familien- und Bildungspolitik aus einer Hand legen: Statt wertvolle Steuergelder für sinnlose Herdprämien zu verschwenden, brauchen wir eine Politik, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Familien orientiert und in Bildungsstrukturen investiert. Eltern muss es möglich sein, Kinder und Beruf zu vereinen ohne auf einen angemessenen Lebensstandard zu verzichten.

Nur eine SPD-geführte Bundesregierung kann die notwendigen Reformschritte einleiten: Mit einer Bundesregierung, die Eltern 1,2 Milliarden Euro dafür bezahlen will, dass sie ihre Kinder aus Kitas fernhalten, ist eine fortschrittliche Familienpolitik undenkbar. Die SPD steht für einen Staat, der Kinder in allen Lebensphasen von der Kita bis zur Abschlussstufe begleitet und ihnen hilft, sich optimal auf Ausbildung und Berufsleben vorzubereiten: Gerade die härtesten Kieze brauchen die besten Schulen. Das ist der Neuköllner Weg. Der Campus Rütli und das erste Ganztagsgymnasium Berlins, die Albert-Schweitzer-Schule, sind anschauliche Beispiele dafür, wie erfolgreich wir sein können, wenn wir Familien- und Bildungspolitik aus einer Hand betreiben.

Außerdem will sich Felgentreu im Bundestag unter anderem für ein soziales Mietrecht, die Förderung des sozialen Wohnungsbaus und die Stärkung des Quartiersmanagements in sozialen Brennpunkten einsetzen. Fritz Felgentreu ist stellvertretender Landesvorsitzender der Berliner SPD. Die Neuköllner SPD leitet er seit 2004. Von 2001 bis 2011 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (zuletzt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender) und kandidierte bereits 2009 in Neukölln für den Deutschen Bundestag.