Online-Ordnungsamt: 8 Bezirke machen mit, das Land Berlin zahlt

Auch auf meine Initiative hin besteht für interessierte Bezirke die Möglichkeit, schon heute ein Online-Ordnungsamt einzuführen, wofür das Land Berlin die Kosten trägt. Lichtenberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf, Pankow, Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick beteiligen sich an der Online-Plattform für die Meldung von wilden Sperrmüllhaufen, kaputten Laternen, defekten Fußgängerampeln und vielem mehr. Das hat der Senat in seinem Zwischenbericht zum Antrag von SPD und CDU mitgeteilt.

Die Bezirke entscheiden (leider) selbst, ob sie sich am Online-Ordnungsamt beteiligen. Ziel ist weiterhin, auch die anderen vier Bezirke ins Boot zu holen. Denn die Finanzierung mit jeweils 51.000 Euro ist für 2013 und 2014 gesichert und wird vom Land übernommen. Ende 2014 soll dann vom Land Berlin allen Ordnungsämtern der Bezirke ein einheitliches “Anliegen- und Beschwerdemanagement” zur Verfügung gestellt werden, das die Funktionen des Online-Ordnungsamt beinhaltet und noch zusätzliche Leistungen bieten wird.

Das Online-Ordnungsamt passt gut zur Modernisierung der Verwaltung und gut zu Berlin: es ist bürgernah, unbürokratisch, transparent und serviceorientiert. Bisher haben die Berliner die Möglichkeit, ihr Ordnungsamt per Brief, Telefon oder Mail auf diese Mängel hinzuweisen. Das ist gut, aber im 21. Jahrhundert, in dem Online-Shops und Online-Banken Normalität sind, nicht mehr so richtig zeitgemäß. Deshalb greifen wir den technischen Fortschritt bei den Ordnungsämtern durch die Einführung des Online-Portals auf und bieten allen Berliner Bezirken die Möglichkeit, sich daran zu beteiligen.

Ein entscheidender Vorteil gegenüber dem bisher bestehenden Beschwerdeweg ist, dass der aktuelle Stand der Bearbeitung auf der Online-Plattform in einem Ampel-System dargestellt und die Antworten des zuständigen Ordnungsamtes veröffentlicht werden. Das bietet die notwendige Transparenz für alle Bürger und für jene, die ähnliche Beschwerden oder Vorschläge haben. Das ist ein zentraler Beitrag, um den Service der Ordnungsämter noch weiter zu verbessern. Und eine App für Smartphones und Tablets erhöht die Bedienfreundlichkeit und Nutzungsbereitschaft zusätzlich.