Online-Ordnungsamt in Neukölln: Erstes erfolgreiches Jahr

Auch auf meine Initiative hin wurde in den Berliner Bezirken das Online-Ordnungsamt eingeführt, vor einem Jahr auch in Neukölln. Damit können zum Beispiel illegale Sperrmüllhaufen, kaputte Laternen, defekte Fußgängerampeln und vieles mehr schnell und einfach gemeldet werden. Das Online-Ordnungsamt ist ein Erfolg: Mehr als 20.000 Anliegen wurden im ersten Jahr über die Online-Plattform in Neukölln gemeldet.

Das onlinebasierte Anliegenmanagementsystem (AMS) löste bereits wenige Wochen nach dem Start das Telefon als meist genutzten Eingabekanal ab. Mittlerweile gehen von rund 2.000 Meldungen pro Monat 1.400 per Internet und 500 per Telefon ein. Für einen weiteren Anstieg der Zahlen sorgt seit Juli die Smartphone-App. Das Hauptproblem bleibt der Müll, das zeigen auch zahlreiche Mails von Neuköllnerinnen und Neuköllnern, die mich regelmäßig erreichen. Rund die Hälfte (10.800) der gemeldeten Anliegen im vergangenen Jahr haben damit zu tun, bis zu 250 pro Woche. Es folgen Verstöße gegen Park- und Halteverbote (4.600) und Verstöße gegen die Nutzung von Straßen (2.100).

 

Um der voranschreitenden Vermüllung entgegenzuwirken, hat das Bezirksamt Neukölln zusammen mit der BSR die „Aktion Antimüll“ gestartet. Dabei wurden unter Einbeziehung der online gemeldeten illegalen Sperrmüllhaufen die 15 am meisten von der Vermüllung betroffenen Hotspots in Neukölln ermittelt. Alle Hotspots werden mindestens einmal wöchentlich abgelaufen, die Sperrmüllhaufen dokumentiert und der BSR gemeldet. Die 5 Spitzenreiter (Warthestraße und Wartheplatz, Weserstraße, Schillerkiez, Stuttgarter Straße und Mittelbuschweg) werden alle 2 Tage kontrolliert. Außerdem werden Verstöße konsequent durch Bußgelder geahndet und Täter ermittelt.