Rundgang durch den Wederkiez mit Staatssekretärin Dunger-Löper

Der Bau der A100 war verbunden mit massiven Veränderungen in den gewachsenen Strukturen des Wederkiezes. Der Kiez wurde im Juli 2011 nach 15 Jahren als Sanierungsgebiet entlassen. Insgesamt flossen 39 Millionen Euro in die Sanierungsmaßnahmen, die zu einer erheblichen Aufwertung beitrugen. Dies nahm ich gestern zum Anlass, um mit Anja Hertel MdA, Abgeordnetenhauskandidatin im Wahlkreis Buckow, und Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, einen Kiezspaziergang durch „Neubritz“ zu unternehmen.

Die eingeleitete Sanierung zielte darauf, die vorhandenen Potenziale des Gebiets zu erschließen, auszubauen und dabei soziale Härten möglichst aufzufangen – mit den Zielsetzungen: weitgehender Erhalt und behutsame Ergänzung des Baubestandes, Sicherung der Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten und umfassende Verbesserung der Grünflächen, Straßen, Kitas und Schulen.

Geleitet wurde die Führung vom Vorstandsmitglied des Vereins ProNeubritz e.V., Alexander Matthes, der zugleich Mitarbeiter der Sanierungsbeauftragten für den Wederkiez ist. Die erste Station führte uns zur Glasower Straße/Ecke Bruno-Bauer-Straße – ein ehemaliger Gewerbestandort, in dem eine Kita, ein Hort und das Jugendberatungszentrum Einzug erhielten. Des Weiteren sind zahlreiche Spiel- und Grünflächen entstanden. Insgesamt betrugen die Sanierungskosten rund 6 Millionen Euro.

Die zweite Station war der Carl-Weder-Park, der in den vergangenen Jahren zu einer Erholungs- und Aufenthaltsfläche gestaltet wurde. Erfreulich ist, dass bereits einige Eigenheime als Randbebauung das neue Quartier prägen – ihr Bau zeigt, dass der Kiez für Investitionen attraktiver geworden ist.

Die dritte Station war die Zürich Grundschule: ihr Altbau wurde saniert und ein Erweiterungsbau mit Mensa und Hort errichtet. Die Außensportanlage befindet sich noch im Umgestaltungsprozess. Die Grundschülerinnen und-schüler haben nur einen kurzen Gehweg entfernt in der Rungiusstraße einen ökologisch nachhaltigen Schulgarten mit Lehmhaus erhalten. Der Spaziergang endete im Juliushof, einem neu konzipierten, kleinen Gewerbegebiet, in dem sich mittelständische Unternehmen angesiedelt haben.