S-Bahn schlampt bei der Sicherheit!

Die S-Bahn schlampt weiter bei der Sicherheit: Erst an den Fahrzeugen, jetzt bei ihren Fahrgästen. Das zeigen neue Gewaltvorfälle. Seit 2009 sind die Straftaten in ihrem Bereich gestiegen – die Sicherheitsmaßnahmen aber wurden nicht verstärkt. Das ist unverantwortlich. Es braucht mehr Sicherheitskräfte, Videoüberwachung in S-Bahnen sowie auf S-Bahnhöfen und die Kontrolleure sollten ihren Dienst in offizieller Uniform verrichten, um auch für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Die S-Bahn muss die Sicherheit für ihre Fahrgäste ernst nehmen und endlich auf den gleichen Sicherheitsstand kommen wie die BVG.

Was S-Bahn und BVG für die Sicherheit ihrer Fahrgäste tun, habe ich bereits im Juni in einer Kleinen Anfrage an den Senat in Erfahrung gebracht – mit dem Ergebnis, dass die S-Bahn der BVG hinterher hinkt. Die BVG hat dreimal so viele Sicherheitskräfte im Einsatz wie die S-Bahn. Und die Videotechnik hilft Straftaten aufzuklären: bei der BVG können immer mehr Schläger und Vandalen identifiziert und zur Rechenschaft gezogen werden. Tendenz steigend. Das ist auch bei der S-Bahn überfällig.

Aber: mehr Sicherheit darf nicht zu höheren Fahrpreisen führen. Ein Sicherheitsaufschlag würde von den Fahrgästen von BVG und S-Bahn nicht akzeptiert. Das hätte zur Folge, dass wieder mehr Leute auf’s Auto zurückgreifen. Das führt zu weniger Fahrgästen und Einnahmeeinbußen. So wären Mehrausgaben für bessere Sicherheit nicht zu finanzieren. Das wäre ein Eigentor.

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