Schießstände der Polizei sind ein Sanierungsfall

Unsere 17.000 Polizistinnen und Polizisten müssen drei Mal im Jahr den Umgang mit ihren Schusswaffen trainieren. Problem: Aktuell sind 46 von 73 Schießbahnen geschlossen und 10 sind nur teilweise offen. Uneingeschränkt offen sind nur 4 der 23 Schießstätten. So müssen die Beamtinnen und Beamten und Polizeianwärter mit Laserpistolen „Trockenübungen“ machen. Das ist eine Schmalspur-Ausbildung. Der Innensenator muss gewährleisten, dass unsere Polizisten regelmäßig den Umgang mit ihren Schusswaffen üben können, auch zum Schutz ihres Lebens. 

Es ist ein Verdienst der SPD- und CDU-Fraktion, dass jetzt zumindest die Bahnen in der Polizeischule im Rahmen des Haushaltsüberschusses saniert werden. Das reicht aber nicht. 

Wir brauchen Klarheit, wie der Sanierungsbedarf konkret aussieht und was das kosten wird, ein Sanierungskonzept (das wurde monatelang angekündigt, aber plötzlich heißt es, dass es „ein Sanierungskonzept im engeren Sinne nicht geben wird“) und müssen mit der weiteren Sanierung schon 2016 statt 2017 – wie vom Innensenator geplant – beginnen. Darüber hinaus wird sich die SPD-Fraktion auch auf mein Drängen hin in den Beratungen zum neuen Doppelhaushalt dafür einsetzen, dass mehr Geld für die Sanierung der Trainingsstätten zur Verfügung stehen wird.