Schriftliche Anfrage: Autobrandstiftungen – Magere Bilanz des CDU-Innensenators

Die Antwort des Senats auf meine Schriftliche Anfrage zeigt, dass immer noch viele Autos aus Geltungssucht, Sozialneid oder wegen Versicherungsbetrug abgefackelt werden. Das ist nicht zu fassen. Den deftigen Sprüchen und Ankündigungen des Kandidaten Henkel im letzten Wahlkampf stehen eine magere Bilanz des Innensenators Henkel (CDU) gegenüber. 2014 wurden fast genau so viele Autos in Brand gesetzt wie in 2012 und in 2013.

Insgesamt wurden 249 Fälle von versuchter und vollendeter Brandstiftung zur Anzeige gebracht. 2013 waren es noch 242. Kaum ein Trost: Es wurden weniger Fahrzeuge beschädigt (2013: 290, 2014: 249). Dafür wurden mehr Autos in Mitleidenschaft gezogen, die neben den angezündeten Fahrzeugen parkten (2013: 125, 2014: 159). Pankow hat es am stärksten erwischt, in Neukölln fielen 23 Autos Brandstiftern zum Opfer.

Interessant ist auch, dass 2014 insgesamt 53 Brandanschläge (mit 60 zerstörten Fahrzeugen!) festgestellt wurden, bei denen ein politisches Motiv angenommen wurde. Feige Brandanschläge aus politischem Motiv sind Brandanschläge auf unsere Demokratie. Gewalt von Links und Rechts ist kein Mittel der politischen Auseinandersetzung. Auch hier darf der Innensenator nicht locker lassen.

Presse:
Berliner Morgenpost 03.02.2015