Schriftliche Anfrage: Erster maroder Polizei-Schießstand wird saniert

Endlich: Der Polizei-Schießstand in Ruhleben wird mit 13 Millionen Euro saniert. Das tut Not: Nur 9 von 20 Schießständen, an denen die Berliner Polizei mit scharfen Waffen trainiert, sind zur Zeit in Betrieb. Das geht aus der Antwort des Senats auf meine Schriftliche Anfrage hervor. Mal ist die Lüftung kaputt, mal gibt es Schallschutz-Mängel und in 6 Fällen sind die Anlagen wegen des Verdachts auf gesundheitsschädliche Materialien geschlossen.

Leitragende sind die 17.000 Berliner Polizisten, die bis zu dreimal im Jahr das Schießen mit scharfer Munition trainieren sollen. Das ist im Moment praktisch unmöglich, weshalb immer mehr Beamte auf Computer-Simulationsanlagen ausweichen müssen. Ein wirklicher Ersatz ist das nicht. Der Innensenator muss gewährleisten, dass unsere Polizisten regelmäßig den Umgang mit ihren Waffen üben können zum Schutz ihres eigenen Lebens.

Obwohl wir das Problem mehrfach in den Beratungen zum Doppelhaushalt 2014/2015 angesprochen haben, legte Innensenator Henkel keine Finanzierungsvorschläge auf den Tisch. Lange war auch unklar, wie hoch der Sanierungsstau ist (30 Millionen Euro) und wann das Sanierungskonzept kommt (demnächst). Es ist ein Verdienst der SPD- und CDU-Fraktion, dass jetzt ein Teil der Schießstände mit Mitteln aus dem Haushaltsüberschuss 2014 saniert werden. Auch ich habe mich dafür eingesetzt.