Schriftliche Anfrage: Videoüberwachung bei der BVG weiter ein Erfolg

Die Antwort des Senats auf meine Schriftliche Anfrage zeigt: Immer mehr Straftäter werden mithilfe von Videoaufnahmen bei der BVG erkannt. In 1.494 Fällen konnten 2014 die mutmaßlichen Täter identifiziert werden, im Jahr zuvor nur 1.172. Eine Steigerung von 27 Prozent. Die Videoüberwachung auf allen U-Bahnhöfen, in allen U-Bahnen und im Großteil der Busse und Trams hat sich bewährt, die laufende Kamera-Modernisierung ist hilfreich und die Verlängerung der Speicherfrist von Videomaterial auf 48 Stunden war richtig.
Videoaufnahmen haben dabei neben der Identifikation auch einen wichtigen Teil zur Beweisführung vor Gericht beigetragen. Zwar wurde von der Polizei 2014 einen kleinen Ticken seltener Videomaterial im Vergleich zu 2013 angefordert (2013: 3.100, 2014: 3.045), aber immer noch wesentlich häufiger als 2012 (2.517).

Die Gewaltvorfälle sind im Vergleich zum Vorjahr minimal gestiegen (2014: 2.965, 2013: 2.868). Deshalb ist zusätzlich sinnvoll, die vorhandene Live-Überwachung von BVG und Polizei auf weitere besonders kriminalitätsbelastete U-Bahnhöfe auszuweiten, um auch dort schneller eingreifen zu können. Bisher gibt’s die nur am Kotti, Alex und Zoo. Und weil eine Kamera zwar aufklären, aber nicht eingreifen kann, muss die BVG ausreichend Sicherheitspersonal auf Streife schicken.

Presse:
Welt 03.02.2015
Tagesspiegel 03.02.2015