Schriftliche Anfrage: Weniger Einbrüche, aber nur ein Bruchteil wird aufgeklärt

Es gibt weniger Einbrüche in Berlin – entgegen dem Bundestrend: 2013 wurde in 11.566 Wohnräume eingebrochen. 725 weniger als noch 2012. Für die Betroffenen ist das aber ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn gerade die Zahl der aufgeklärten Fälle ist ernüchternd und kann uns nicht zufriedenstellen: Nur 7,3 % der Fälle konnten von der Polizei aufgeklärt werden, das entspricht zwei Delikten am Tag. 198 Täter wurden festgenommen. Das ergab die Antwort des Senats auf meine Schriftliche Anfrage. Es sind organisierte und „reisende“ Banden am Werk, die eine Schneise durch die Stadt schlagen.

Die meisten Einbrüche gab es in Charlottenburg-Wilmersdorf (1663), Mitte (1497) und Steglitz-Zehlendorf (1256). Auch Neukölln ist betroffen, hier wurde 1162 Mal eingebrochen. Hinten in der Statistik liegen Marzahn-Hellersdorf (416), Treptow-Köpenick (451) und Lichtenberg (512). Die Täter – häufig „reisende“ Banden, die in unsere Stadt kommen, Wohnungen knacken, ausrauben und sich danach sofort wieder aus dem Staub machen – haben es dabei immer häufiger auf Villen und Einfamilienhäuser abgesehen.

Ein wichtiger Schritt, um vor Einbrüchen zu schützen: Wir haben die Beratungsangebote kostenlos gemacht. Das Angebot wurde 2013 fast doppelt so häufig in Anspruch genommen wie 2011. Auch wichtig: Die Einbruchs-Kommissariate wurden mit weiteren Ermittlungs-Gruppen ausgestattet – das hilft hoffentlich, mehr Einbrüche aufzuklären. Die Polizei muss aber ihr Augenmerk noch stärker auf die organisierten Einbrüche legen.