Schülersprecher soll’s auch in der Grundschule geben

Die SPD hat heute in ihrer Fraktionssitzung beschlossen, dass zukünftig nicht nur Oberschüler, sondern auch Grundschüler einen Schülersprecher wählen. Wählen können sollen Schüler ab der 3. Klasse (aktives Wahlrecht). Zur Wahl stellen können sollen sich Schüler ab der 5. Klasse (passives Wahlrecht). Der Schulsprecher soll die Klassensprecher aller Jahrgangsstufen außerdem zwei Mal im Jahr zu einer Sprecherversammlung einladen, die aus ihrer Mitte die beratenden Mitglieder der Schulkonferenz wählt. Damit greifen wir eine Initiative der SPD-Fraktionen in den Bezirksverordnetenversammlungen auf.

Besonders interessant für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und des Demokratieverständnisses der Kinder ist die Möglichkeit, eigene Ziele zu formulieren und sie mit eigenen Positionen abzugleichen. Die Schulsprecherwahl soll ihnen die Möglichkeit bieten, Verantwortung für sich und ihre Mitschüler zu übernehmen und eigenständige Entscheidungen zu treffen.

Damit die Wahl nicht vom Wohlwollen einzelner Schulleitungen abhängt, soll die Schulsprecherwahl verpflichtend eingeführt werden. Denn Demokratie ist kein Selbstläufer. Wir müssen unsere demokratischen Werte immer wieder aufs Neue vermitteln. Dabei wollen wir die Kinder frühzeitig heranführen an das, wovon eine Demokratie lebt: Beteiligung, Meinungsäußerung und gegenseitiger Respekt – aber auch Kompromissbereitschaft.