Stadtteilmütter: Hängepartie bei der Finanzierung beenden

Die Berliner SPD hat heute auf ihrem Landesparteitag einen Antrag der Neuköllner SPD beschlossen: Die Stadtteilmütter sollen mindestens auf dem Niveau von Anfang 2014 gehalten und ihre Finanzierung dauerhaft auf sicheren Boden gestellt werden – zum Beispiel über den Landeshaushalt, indem das Landesrahmenprogramm Integrationslotsen ausgeweitet wird. Wir freuen uns auch über die klaren Worte des zukünftigen Regierenden Bürgermeisters Michael Müller: Die Hängepartie ihrer Finanzierung soll beendet werden.

Zum 31. Oktober wurden 56 Stadtteilmütter in Neukölln arbeitslos, weitere 62 müssen ihre erfolgreiche Integrationsarbeit in sozialen Brennpunkten zum Ende des Jahres einstellen, weil das Bundesprogramm „Bürgerarbeit“ ausläuft. Das ist jede 2. Stelle. Dabei ist ihre Arbeit als Türöffner in teilweise abgeschottete Familien überall anerkannt und nicht nur in Neukölln wichtig: Allein in unserem Bezirk wurden fast 400 Frauen unter anderem arabischer, türkischer, rumänischer und polnischer Herkunft zu Stadtteilmüttern zu Themen wie Erziehung, Bildung, Gesundheit und Sprache ausgebildet. Dabei werden sie von über 100 Kooperationspartnern wie Kindertagesstätten, Quartiersbüros, Schulen und Beratungsstellen im Bezirk unterstützt. 8.000 überwiegend türkische und arabische Familien mit fast 20.000 Kindern haben sich in den letzten Jahren von den Stadtteilmüttern beraten und führen lassen. Viele haben durch sie den Weg in einen Sprachkurs oder die Kinder den Weg in die Kindertagesstätte gefunden.

Schriftliche Anfragen:

SchrAnfr AntwSen Stadtteilmütter Neukölln

Presse:

tv.berlin: Finanzierung der Stadtteilmütter auf der Kippe? bei Harry hilft!
Ich werde im zweiten Teil befragt.

Berliner Woche 03.11.2014

Tagesspiegel 31.10.2014

Berliner Woche 06.10.2014

Bild 30.09.2014

Berliner Morgenpost 22.04.2014