Stolpersteine für Familie Althof verlegt

Heute Morgen habe ich an der Verlegung der Stolpersteine für die Familie Althof an der Hermannstraße 123 in meinem Wahlkreis teilgenommen, die 1942 nach Riga transportiert und dort ermordet wurde. Den Stein für Dorothea Althof habe ich gespendet. Die Steine erinnern an die Opfer des Nazi-Regimes. Ein weiterer Stein wurde vor dem Haus der Weisestraße 9 in Gedenken an Fritz Bischoff verlegt.

Karl Althof, seine Frau Dorothea und ihr Sohn Arno lebten lange Jahre in Berlin. Die Familie besaß ein Geschäft für Damenbekleidung in der Hermannstraße, Arno besuchte eine Schule in Neukölln. Dass die Abneigung gegen Juden unter Hitler immer heftiger wurde, kriegten auch die Althofs zu spüren: 1938 wurden die Scheiben ihres Geschäfts eingeschlagen und mit Hetzparolen beschmiert. Im Herbst 1942 wurden sie in einem der vier großen Osttransporte nach Riga deportiert. Der Transport diente der Endlösung der „Judenfrage“. Das Todesdatum der Familie ist mit dem 22. Oktober 1942 angegeben. An das Unrecht, das der Familie Althof damals geschah, erinnern jetzt symbolisch die Stolpersteine.

Gerade vor dem Hintergrund der abscheulichen Verbrechen der NSU und den immer wieder auftretenden rechtsextremen Übergriffen – auch in Berlin – halte ich es für unerlässlich, sich immer wieder die schrecklichen Gräueltaten der Hitler-Diktatur vor Augen zu führen und ihren Opfern zu gedenken.