„Tag des offenen Unternehmens“ für Schüler berlinweit ausrichten

Ich setze mich dafür ein, dass der Senat einmal jährlich einen „Tag des offenen Unternehmens“ in Berlin anbietet. Als Unterstützer des Praktischen Lernens finde ich die Idee super, den Schülern einen Einblick direkt in den Unternehmen zu ermöglichen, die kurz vor der Entscheidung stehen, ob sie eine Ausbildung machen wollen (9. und 10. Klasse). Das kann einen Motivationsschub geben, einen guten Abschluss zu machen und fördert auch die Zusammenarbeit zwischen Schule und lokaler Wirtschaft, wie die Bildungssenatorin auf meine Mündliche Anfrage dargestellt hat.

Die Besonderheit: die Jugendlichen müssen nicht zu einer Ausbildungsmesse fahren, auf der sie von etlichen Unternehmensvertretern in Anzug oder Kostüm zugetextet werden, sondern sie können sich im Unternehmen vor Ort von Fachleuten über konkrete Ausbildungsmöglichkeiten informieren und erhalten anschauliche Ausbildungsperspektiven. Für mich ist das ein Projekt, das sich lohnt auf ganz Berlin auszuweiten. Denn hiervon profitieren beide Seiten: die Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz suchen – und die Unternehmen, die Azubis brauchen, um gegen ihren Fachkräftemangel anzugehen.

Der Senat teilt in seiner Antwort auf meine Kleine Anfrage die Auffassung, dass der „Tag des offenen Unternehmens“ nach Vorbild des Unternehmensnetzwerks Neukölln-Südring in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, den Unternehmensnetzwerken und den Unternehmen in den Bezirken eine sinnvolle Ergänzung zu bereits bestehenden Aktivitäten zum Aufzeigen von Ausbildungsmöglichkeiten sein kann. Das werden wir demnächst beraten. Würde mich freuen, wenn’s klappt.