Vergabe der Schulplätze für die 7. Klassen

Mit der Abschaffung der Hauptschule und der Schulstrukturreform gibt es in Berlin nur noch zwei weiterführende Schularten – das Gymnasium und die Integrierte Sekundarschule. Aus diesem Grund verändert sich ab dem Schuljahr 2011/12 teilweise auch das Verfahren des Übergangs von der Grundschule in diese beiden Schularten.

In Neukölln…
…erhalten alle Kinder, die in Neukölln zur Schule gehen möchten, einen Schulplatz. Allen Bewerbern auf Sekundarschulplätze wurde ein Angebot gemacht. Einzig im Gymnasialbereich gab es so viele Bewerber, dass 42 Kinder zunächst nicht im Bezirk untergebracht werden konnten. Die Schulbezirksstadträtin Dr. Franziska Giffey hat sich jedoch intensiv dafür eingesetzt, noch mehr Gymnasialplätze in Neukölln zur Verfügung zu stellen: an der Ernst-Abbe-Schule wird eine weitere 7. Klasse eingerichtet. So muss keinem Neuköllner Kind ein weiter Schulweg zugemutet werden.

Das Elternwahlrecht bleibt bestehen:
Eltern können in Berlin entscheiden, ob ihr Kind eine Integrierte Sekundarschule oder ein Gymnasium besuchen soll. Ein Schulplatz an der gewünschten Schulart wird garantiert. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule spielen dafür keine Rolle. Gymnasien und Integrierte Sekundarschulen müssen im Rahmen ihrer verfügbaren Schulplätze alle angemeldeten Kinder aufnehmen (wie bisher). Eltern können bei der Anmeldung bis zu drei Wunschschulen angeben (wie bisher). Einen Anspruch auf den Besuch einer bestimmten Schule haben Eltern nicht (wie bisher). Im Ausnahmefall (Bezirk hat zu wenig Schulplätze der gewünschten Schulart) kann der Platz auch in benachbarten Bezirken angeboten werden.

Das neue Aufnahmeverfahren ist gerecht:
Das bisher bei einer Übernachfrage allein entscheidende BVG-Prinzip ist Geschichte. Alle Kinder haben unabhängig vom Wohnort ihrer Eltern eine Chance, bei der gewünschten Schule aufgenommen zu werden. (Schein-)Ummeldungen sind für Eltern nicht mehr erforderlich.

Selbstständigkeit und Profilbildung der Schulen:
Schulen können sich erstmals in der Schulgeschichte Berlins im Fall einer Übernachfrage bis zu 70 % (inkl. 10 % Härtefälle) ihrer Schülerinnen und Schüler nach selbst festgelegten Kriterien aussuchen. Jede Schulkonferenz, d.h. Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit Eltern sowie Schülerinnen und Schüler, entscheidet unter Berücksichtigung des Schulprofils, welche Auswahlkriterien an der Schule gelten sollen. Unter den dann noch nicht berücksichtigen Bewerberinnen und Bewerbern werden die verbleibenden 30 % der Plätze nach Losentscheid vergeben.