Verwaltungsverjüngung in Berlin – Mehr Geld für Hunderte neue Ausbildungsplätze

Spätestens 2017 endet der Personalabbau im Öffentlichen Dienst Berlins. Die Berliner Verwaltung droht zu überaltern, in den nächsten Jahren werde viele Beschäftigte altersbedingt aus dem Dienst ausscheiden – jährlich etwa 3000. Damit die Berliner auch zukünftig eine gute und funktionierende Verwaltung haben, ist es höchste Zeit, mit einer Personalentwicklung gegenzusteuern. Deswegen werden SPD und CDU im neuen Doppelhaushalt 2014/15 pro Jahr 10 Millionen Euro mehr für die Ausbildung im Öffentlichen Dienst zur Verfügung stellen.

Schon 2012 wurden mit 8672 jungen Leuten 422 mehr als 2011 ausgebildet, darunter 3519 Lehrer. Durch das zusätzliche Geld kann die Zahl der Ausbildungsplätze weiter erhöht werden. Die verstärkte Ausbildung soll dazu beitragen, das Erfahrungswissen der „alten Hasen“ auf die Jüngeren zu übertragen. Außerdem wird für die Zukunft vorgebaut: ab 2017 werden jährlich wieder 4000 neue Mitarbeiter eingestellt. Ohne eine verstärkte Ausbildung würden Personallücken entstehen und viele Posten nicht mehr adäquat besetzt. Bis 2020 werden 24.000 Neueinstellungen nötig sein – und damit eine erhebliche Verjüngung der Verwaltung.

Die Grundlage dafür bildet ein umfassendes Personalkonzept, das den altersbedingten Personalabgang, die Fluktuationsprognose, den Ausbildungsbedarf und den Einstellungsbedarf berücksichtigt. Die SPD hat auf ihrer Klausurtagung im Januar beschlossen, dass der Senat ein Gesamtkonzept für 2016 für die gesamte Berliner Verwaltung entwickeln muss, das unter Einhaltung der Gesamtzielzahl von 100.000 Mitarbeiterstellen die Funktionsfähigkeit der Berliner Verwaltung sicherstellt.