Wenn Kinder hungrig in der Schule sitzen

Es darf nicht sein, dass Kinder hungrig in der Schule sitzen und anderen Kindern beim Essen zuschauen müssen. Genau für solche Fälle gibt es den Härtefallfonds und wir erwarten, dass der in allen Bezirken genutzt wird. Es muss sichergestellt werden, dass alle Kinder in der Ganztagsschule ein warmes Mittagessen bekommen.

Die Bezirke machen von den Möglichkeiten des Härtefallfonds für Schulmittagessen aber unterschiedlich Gebrauch. Das hat die Antwort auf meine Schriftliche Anfrage dazu ergeben. Demnach wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres in Tempelhof-Schöneberg 48.780 Euro und in Friederichshain-Kreuzberg 38.428 Euro aus dem Härtefallfonds bezogen, in Neukölln hingegen nur 6.674 Euro und in Marzahn-Hellersdorf nur 3.274 Euro. Dieser unterschiedliche Umgang der Bezirke mit dem Härtefallfonds, den wir bei der Neuregelung des Schulmittagessens erhöht haben, führt zur Benachteiligung einzelner Schülerinnen und Schüler führt.

 

Wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler in der Ganztagsschule ein warmes Mittagessen erhalten. Eltern können in finanziellen Notlagen bei ihrer Schule Zuschüsse zum Essensgeld beantragen. Die Schulen prüfen anschließend den Einzelfall und melden dann beim zuständigen Bezirk den Bedarf an, der im nächsten Schritt die Gelder aus dem Härtefallfonds bezieht.

 

Berliner Morgenpost – Hilfe für hungrige Schüler 28.12.2016