Wieder mehr Schulschwänzer und Bußgeldverfahren

Die Zahl der Schulschwänzer hat in Berlin erneut leicht zugenommen. Im ersten Schulhalbjahr 2018/19 hatten 23 Prozent der Schüler mindestens einen unentschuldigten Fehltag auf dem Zeugnis. Zum Vergleich: Im ersten Schulhalbjahr 2017/18 hatten 21,5 Prozent der Schüler mindestens einmal geschwänzt. Insgesamt schwänzten 23.635 Schüler der Klassenstufen 7-10 im ersten Schulhalbjahr 2018/19 mindestens einmal die Schule. Die überwiegende Mehrheit (20.365) hat bis zu 10 Tagen geschwänzt, 1.780 fehlten zwischen 11 und 21 Tagen, 821 zwischen 21 und 40 Tagen und 669 an mehr als 40 Tagen unentschuldigt.

Unentschuldigtes Fehlen in der Schule wird jetzt allerdings in Berlin endlich häufiger geahndet. Damit setzt sich der Trend aus dem Schuljahr 2017/18 fort, als insgesamt 2002 Bußgeldverfahren eingeleitet wurden. Im ersten Schulhalbjahr 2018/19 waren es bereits 1151 Verfahren. Das ist gut, denn wer die Schule schwänzt, kann den Anschluss verpassen und droht schlimmstenfalls als Schulabbrecher dazustehen.

Wie auch im vergangenen Schuljahr liegen Neukölln (883), Reinickendorf (410) und Steglitz-Zehlendorf (358) bei den angestrengten Bußgeldverfahren an der Spitze. Das Ende bilden Treptow-Köpenick (8), Friedrichshain-Kreuzberg (1) und Charlottenburg-Wilmersdorf (0). Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf machten, wie im Vorjahr auch, keine Angaben.

Zudem deutet sich auch bei den Schulversäumnisanzeigen im Schuljahr 2018/19 eine Zunahme an. Diese Anzeigen müssen gestellt werden, wenn ein Kind an mindestens 5 Tagen innerhalb eines Schuljahres unentschuldigt gefehlt hat. Wurden im gesamten Schuljahr 2017/18 noch 6783 Schulversäumnisanzeigen gestellt, waren es im ersten Schulhalbjahr 2018/19 bereits 5327 Anzeigen.