Wieder viele Schulabbrecher und wenige Abiturienten in sozialen Brennpunkten

Fast jeder zehnte Berliner Schüler (9,5 Prozent) hat im Schuljahr 2017/18 die Schule ohne einen Abschluss verlassen. Damit bewegen sich die Zahlen der Schulabgänger ohne Abschluss auf dem hohen Niveau der Vorjahre (2016/17: 9,7 Prozent 2015/16: 9,3 Prozent). Vor allem in sozialen Brennpunkten machen Schüler immer noch häufiger eine Berufsbildungsreife oder verlassen die Schule ohne Abschluss, machen dafür seltener Abitur. Beispiel: In Charlottenburg-Wilmersdorf machen knapp zwei Drittel das Abitur (62 Prozent), in Neukölln hingegen nur ein Drittel (36 Prozent).

Entsprechend belegen im Bezirksvergleich 2017/18 die Brennpunkt-Bezirke Neukölln (13 Prozent), Marzahn-Hellersdorf (13 Prozent) und Lichtenberg (12,5 Prozent) bei den Schulabbrecherzahlen die traurigen Spitzenplätze, während Steglitz-Zehlendorf (4 Prozent), Pankow (6 Prozent) und Charlottenburg-Wilmersdorf (7 Prozent) am anderen Ende der Skala liegen. Bei den Abiturienten ergibt sich das umgekehrte Bild: Während in Charlottenburg-Wilmersdorf (62 Prozent) und Steglitz-Zehlendorf (61 Prozent) besonders viele Schüler das Abi machen, belegen Marzahn-Hellersdorf (33 Prozent), Neukölln (36 Prozent) und Spandau (38 Prozent) die hinteren Plätze.

Besonders betroffen sind Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache. Von ihnen beendeten berlinweit 15 Prozent ihre Schullaufbahn ohne Abschluss, nur 34 Prozent machten das Abitur. Bei ihren Mitschülern deutscher Herkunftssprache beenden hingegen nur 7 Prozent die Schule ohne Abschluss, während mehr als die Hälfte (52 Prozent) das Abitur macht.